Kleine Teilchen - grosse Wissenschaft
Nanotechnologien sind interdisziplinäreVerwendung mehrerer wissenschaftlicher Fachrichtungen zur Erklärung von Phänomenen. Wissenschaften. In der Physik, der Chemie, der Biologie, der Medizin und auch in den Material- und Ingenieurwissenschaften setzen sich Forscher/innen mit Nanotechnologien auseinander.
Die Forscherinnen und Forscher arbeiten an Universitäten und Fachhochschulen, aber auch an privaten Forschungsinstitutionen. In der Schweiz liegt übrigens die "Wiege" der modernen Nanoforschung. Am IBM Forschungsinstitut in Rüschlikon haben Gerd Binnig und Heinrich Rohrer das Rastertunnelmikroskop erfunden und dafür 1986 den Nobelpreis erhalten.

Den Atomen auf der Spur
Das Ziel der Nanowissenschaften ist es, Verfahren zu entwickeln, welche die Vorteile der Nanoskaligkeit nutzen. Möglichkeiten zur Erforschung von nanoskaligenGrössenbereich zwischen 1 und 100 Nanometern. Materialien und ihren Eigenschaften existieren allerdings erst seit wenigen Jahrzehnten. Der wohl wichtigste Schritt in der Erforschung der Nanodimension wurde im Jahr 1981 mit der Entwicklung des Rastertunnelmikroskops gemacht.
Diese spezielle Mikroskopie-Technik vereinfachte sowohl die Betrachtung als auch die gezielte Veränderung von Materialien auf molekularer und atomarer Ebene. Zusammen mit der Weiterentwicklung bestimmter Verfahrens- und Herstellungstechniken im Nanobereich beschleunigte die Erfindung des Rastertunnelmikroskops die Entwicklungen im Bereich der Nanowissenschaften enorm.
Wie könnten zukünftige Nano-Entwicklungen aussehen? Wir stellen Ihnen drei Visionen vor:
Nano-Forschung
Forschungsaktivitäten im Bereich der Nanowissenschaften werden sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene stark gefördert. Führend im Bereich der Nano-Forschung sind die USA, Japan und Europa. In der Schweiz gibt es ein Nationales Forschungsprogramm (NFP) zu den Chancen und Risiken von NanomaterialienObjekte, Verbunde oder Strukturen mit Abmessungen von 1-100 Nanometern in mindestens einer Dimension. (NFP 64).
Auf europäischer Ebene laufen im Rahmen des 7. Europäischen Rahmenforschungsprogramms (FP7) sehr viele Forschungsprojekte im Nanobereich. Für die Periode 2007-2013 stehen über 3.5 Milliarden Euro für nanospezifische Forschungsaktivitäten bereit (Quelle: Deutsches FP7-Portal).

