Handy für das Handgelenk

Der finnische Mobilfunkhersteller Nokia hat auf dem Campus der University of Cambridge ein Nanoscience Center errichtet. Dort werden unter anderem neue Funktionen und Anwendungen für die Telekommunikationsindustrie erforscht. Für die Handys von morgen entwickeln zurzeit ca. zwanzig Forschende Produkte mit neuen Eigenschaften und neuem Design auf Basis der Nanotechnologien. Gesucht wird nach verbesserten Funktionen wie z.B. schmutzabweisenden Displays oder maximaler Geräteflexibilität.

Nokia Morph

Das Highlight der bisherigen Aktivitäten des Nokia Research Centers (NRC) ist knallgrün und sehr biegsam! Morph (engl. to morph = verwandeln) ist der Name eines Konzept-Natels, welches mit bisherigen Handys nicht mehr viel gemeinsam hat. Seine Haupteigenschaft ist, dass man es nach Lust und Laune drehen, biegen und quetschen kann. Falls man es gerade nirgends verstauen kann, wickelt man es einfach ums Handgelenk. Dort angebracht, dient es unter anderem als Armbanduhr. Zum Telefonieren zieht man das Gerät einfach wieder glatt. Wenn es eilig in der Tasche verstaut werden soll, knüllt man es wie ein Stück Papier zusammen. Das lästige Säubern des Handydisplays soll auch ein Ende haben: Beim Bedienen des Touchscreens bleiben aufgrund der selbstreinigenden, nanometerdünnen Beschichtung keine Fingerabdrücke zurück.

 

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Nokia Morph - Möglichkeiten der Nanotechnologien für flexible Materialien (Quelle: Nokia).

Neue Materialien

Neue Materialien sollen die phantastische Flexibilität des Konzept-Handys ermöglichen. Dazu werden nanoskaligeGrössenbereich zwischen 1 und 100 Nanometern. Proteinfasern in die Kunststoffmatrix des Handy-Gehäuses eingearbeitet. Ähnlich dem Prinzip der Spinnenseide ermöglicht die hohe Elastizität des Materials die enorme Flexibilität des Geräts. Bislang existiert die Morph-Studie lediglich als ein animiertes Video. In fünf Jahren jedoch, so Nokias Technikchef Dr. Bob Iannucci, könnten die Nano-Innovationen des Morphs tatsächlich in Serienhandys eingesetzt werden.